Erlebnisraum Lohberg: Kinder zeigen Kindern ihren Stadtteil

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Das Projekt „Erlebnisraum Lohberg: Kinder zeigen Kindern ihren Stadtteil“ im Rahmen der „Werkstatt Vielfalt“ der Robert Bosch Stiftung wurde von der Theaterpädagogin Anne Bazzanella zusammen mit der Stadtplanerin und Stadtteilführerin Anja Sommer vom 5.1.2016 – 21.6.2016 in Dinslaken-Lohberg durchgeführt. Kooperationspartner waren die Gemeinschaftsgrundschule Lohberg sowie der Rotary Club Hünxe.An dem Projekt waren 24 Kinder aus einer dritten und einer  vierten Klasse beteiligt. Darunter war ein deutsches Kind, alle anderen hatten einen Migrationshintergrund. In das Projekt waren die jeweiligen Klassenlehrer der 3. und 4. Klasse, der Türkisch-Lehrer sowie eine Erzieherin und die Eltern der Kinder eingebunden.
 

Boxkampf auf dem Marktplatz

 

Bei der Auftaktveranstaltung bei der auch die Presse und zwei Vertreter des Rotary-Clubs anwesend waren, waren die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zunächst aufgefordert, die auf einer Leinwand gezeigten Häuser und Plätze in ihrem Viertel zu verorten, was sie fachkundig und mit großer Begeisterung taten. Dann durften die Kinder auf einem großen Stadtteilplan ihren eigenen Wohnort zeigen. Schließlich wurden in einem ersten Brainstorming die Orte und Plätze zusammen getragen, die für sie besonders wichtig waren, weil sie sich beispielsweise für bestimmte Spiele eigneten. Mit diesem Schatz an Anregungen starteten alle Teilnehmer in die Ausarbeitung des Projekts.

 

  • Das arabische Alphabet im Schatten des Förderturms
  • Das stärkste Mädchen der Welt
  • Die Clowns in Aktion
  • Tanz in den Straßen
 

 

In der ersten gemeinsamen Arbeitsphase durften alle Teilnehmer anhand von konkreten Übungen ausprobieren, ob sie die Aufgaben eines Clowns oder eines Stadtteilführers übernehmen wollen. Dann wurde die Gruppe geteilt, um getrennt voneinander gezielt die jeweiligen Aufgaben in Angriff zu nehmen. Während Frau Sommer und Frau Bazzanella ständig im Austausch über den aktuellen Stand ihrer Arbeit in den jeweiligen Gruppen waren, wurden auch die beiden Gruppen regelmäßig zusammen geführt, damit alle Kinder die Entwicklung ihres Projekts mit verfolgen konnten.

Letztendlich wurden neben der eigenen Schule, ein großer Spielplatz, die Stadtteilbücherei, der Marktplatz mit dem Kiosk, die Moschee und der Bergpark zu wichtigen Orten auserkoren. Auch regte ein seit längerer Zeit leer stehendes Haus die Phantasie der Kinder an.

Ganz nebenbei erfuhren die Kinder im Zuge der Ausarbeitung der Stadtteil-Führung etwas über die spannende Geschichte ihres Stadtteils, die ganz im Zeichen des Bergbaus stand und eine enorme Wandlung erfahren hat, welche in der Umgestaltung eines Teils des ehemaligen Zechengeländes zu einem Naherholungsgebiet, dem Bergpark, einen imposanten Ausdruck findet. Dieses Wissen gaben die Kinder voller Stolz an die Gast-Kinder weiter.

 

Die Arbeit eines Bergmanns

 

Ziel war es, eine Stadtteilführung von Kindern für Kinder zu entwickeln, um bei den einheimischen Kindern die eigene Identifikation mit dem Stadtteil zu stärken und die Gast-Kinder für einen Stadtteil zu begeistern, der immer noch mit einem sehr gemischten, eher negativen, Ruf zu kämpfen hat.

Die Clownskinder sollten Spaß daran entwickeln im Rahmen der Führungen für Überraschungen zu sorgen und, über die Identifikation mit der Clowns-Figur, die sie spielten, zu einem individuellen, selbstbewussten Ausdruck kommen. Dieses Ziel, eine Stadtteilführung zu erarbeiten, die zu einer lebendigen Begegnung zwischen den Lohberger Kindern und den Gast-Kindern führen sollte, hat sich vollständig erfüllt. Die Resonanz der Gastkinder und der begleitenden Lehrer war überwältigend positiv.

Die Auftaktveranstaltung wurde von der Presse sehr aufmerksam verfolgt und ausführlich in einem Artikel dokumentiert. Auch die Stadtteilführung am 6.6.2016 wurde mit einem großen Artikel samt Foto ausführlich und sehr positiv besprochen. Bei der Nachbesprechung, im Rahmen derer gemeinsam Fotos von der Führung angeschaut wurden, gaben auch alle beteiligten Schülerinnen und Schülern und Lehrer einhellig ein ganz positives Feedback zum Projekt.

 

 

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